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Steffan Claußner
Komponist, Arrangeur, Theatermusiker
Presse
Stadtstreicher 09/2006
Hip Hop nach Noten

Der Chemnitzer Komponist Steffan Claußner ist für jede gute Idee zu haben
Wahrscheinlich kennt niemand im Land den deutschen Hip-Hop besser als er. Und dabei hätte Steffan Claußner noch vor einem Jahr kaum die wichtigsten Acts der Szene aufzählen können. Doch im Dezember 2005 ging's los: Jörg Scholz, Vorsitzender im Orchester-Vorstand der Robert-Schumann-Philharmonie, erklärte dem Komponisten das Projekt, fragte, ob er nicht Lust hätte auf "Splash meets Classic". Und seitdem nahm Steffan Claußner die Stücke der Beginner, von Torch oder Toni-L, Tefla&Jaleel, Curse, Azad, Samy Deluxe oder den Spezializtz haarklein auseinander. "Ich habe mir die Sachen immer und immer wieder angehört, weil da zuweilen ganz wild gemixt wurde. Ich musste ja daraus Noten für ein ganzes Orchester machen, aber wie überträgt man beispielsweise Scratches auf Instrumente? Und wenn ich dann dachte, jetzt ist es fertig, kamen neue Tapes hinzu. Das war echt ein Mammutprojekt, bei dem ich wahnsinnig viel gelernt habe. Aber jetzt bin ich ehrlich gesagt auch echt froh, dass es vorbei ist", sagt Steffan Claußner und lacht vielsagend. Denn rein instrumentell betrachtet, hat der HipHop freilich nicht allzu viel zu bieten. Alles nur Background für den Rap. Und dennoch glaubt er, solch ein Konzert gehört im Gegenzug auch mal in die Oper. Allerdings wär's ihm wohl lieb, er müsste es nicht nochmal dirigieren. "Das war das erste Mal, dass ich vor einem Orchester stand. Nochmal muss ich das nicht haben. Ich denke, auch die Musiker hatten es nicht ganz leicht mit mir." Claußner muss es ja wissen. Schließlich saß er früher selbst mal auf der anderen Seite, hat Kontrabass gespielt, bis ein Arbeitsunfall dazwischenkam und ihn zwei Fingerglieder kostete. Heute beschreibt er das fast wie eine glückliche Fügung, die ihn aufs Komponieren brachte. "Das Studium an der Hochschule für Musik in Dresden war eine enorm wichtige Zeit für mich. Ich habe dort unglaublich viel gelernt und vor allem eben all die Techniken, die Töne opernhaft, jazzig oder wie einen Schlager klingen lassen. Das hilft mir noch immer ungemein.` Denn heute verdient Steffan Claußner sein Geld vor allem mit Bühnenkompositionen für Schauspiel-Inszenierungen oder Tanztheater-Choreografien. So ist er nicht unwesentlich beteiligt gewesen an dem großen Erfolg des Balletts "Kommen und Gehen", auch unterstützte er immer wieder die poetische Stimmung in den Regie-Arbeiten von Karsten Knödler oder schrieb die Musik für viele gefeierte freie Produktionen wie das multimediale Projekt "Elements", das vor drei Jahren für Begeisterung während der "begegnungen" sorgte. "Klar gibt es auch Theater-Produktionen, mit denen ich eher unglücklich bin, weil mir die Regisseure nicht präzise beschreiben können, was sie ausdrücken wollen. Denn das , Was' ist für mich unglaublich wichtig. Ohne ein konkretes Anliegen kann ich keine Musik schreiben. Zumindest keine gute. Und genau das ist es, was mir an der modernen Musik oft missfällt. Sie ist ohne Geschichte, sie will nur anders sein als alles bisherige." Freilich ist auch Steffan Claußner immer auf der Suche nach neuem, aber eben nicht auf Dissonanz komm raus. Ihm geistern eher so Ideen durch den Kopf wie ein großes Orchesterwerk, in dem es auch mal E-Gitarren oder ein Akkordeon gibt. Gerade plant er mit Künstlerkollegen eine musikalische Lesung zum hundertsten Geburtstag von Manfred von Ardenne und gleichsam einen musikalisch-theatralen Abend zu "Masse und Macht" von Elias Canetti. Alles Projekte, in denen er seine Experimentierlust und Freude am Komponieren auslebt. "Noch gehen mir die Ideen nicht aus, aber ich habe auch schon drei Wochen Urlaub gemacht, ohne auch nur ein einziges Mal Musik zu hören. Sozusagen als Test. Denn wenn es mich nach dieser Zeit nicht wieder überkäme, würde ich aufhören. Bis jetzt habe ich aber immer noch Spaß." Und insgeheim hat er auch mal Lust, eine Filmmusik zu schreiben. Einfach, weil er das noch nie gemacht hat. Ansonsten gibt es wohl nur wenig in seinem Metier, was er noch nicht probiert hätte. Der Mitbegründer des B.i.G. e.V. und Organisator der "Jazzakademie" könnte mehrere Seiten füllen, wenn er seine künstlerische Biographie detailliert aufschreiben würde. Er ist Mitglied der Bigband "Monsters of Intonation" und Initiator der Kehrbrigade, spielt schon seit sechs Jahren mit uneingeschränkter Freude in der Yankele Kapelle, experimentiert und improvisiert bei passender Gelegenheit mit ungewöhnlichen Instrumenten, hat neben dem Jazzmusical "HOR" und für den Festakt zu 10 Jahren "Kunst für Chemnitz" unzählige Kompositionen geschaffen, stand als Darsteller auf der Bühne und als Lehrer im Proberaum. Wann immer sich ein verrücktes Projekt anbot, hat er "ja" gesagt. Wie eben beim Splash! Und dann weiß seine Familie schon, er wird für die nächsten Wochen nur körperlich anwesend sein. Er wird sich in die Stille zurückziehen und komponieren. Und wenn er dann in die Verlegenheit kommt, seine erfundenen Noten selbst spielen zu müssen, dann lernt er auch noch. "Es klingt vielleicht verrückt, aber obwohl ich die Stücke selbst komponiert habe, muss ich sie später spielen lernen, wie jeder andere Musiker auch." Und doch ist Steffan Claußner anders als die anderen. Denn er hat wahrscheinlich als erster Mensch der Welt bei einem HipHop-Konzert dirigiert.
JENNY ZICHNER




Chemnitzer Blick vom 15.03.2006-12-07
HOCHKULTUR BEIM SPLASH!_FESTIVAL:
Die Philharmonie gibt beim Hip-Hop den Ton an

(PF). Wenn im Sommer wieder das Festival "splash!" am Stausee Oberrabenstein tobt, dann mögen einige die Nase rümpfen. "Das hat doch nichts mit Musik zu tun", wird dann wieder hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Falsch. Denn ob Hip-Hop-Bass oder Cello-Zupfen Musik ist, was Rhythmus hat. Die Organisatoren des Festivals, Marketingforscher der TU Chemnitz und Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie wollen in diesem Jahr beweisen, dass Klassik und Rap eine ganz wunderbare Mischung abgeben. Am 6. August, wenn das gigantische Festival ausklingt, spielen 60 Philharmoniker mit Hip-Hop-Größen wie Samy Deluxe, Beginner oder Curse auf der großen Bühne. "Es hat etwa drei Bier lang gedauert, bis wir von der Sache überzeugt waren", erinnert sich Orchestervorstand Jörg Scholz an die ersten Verhandlungen mit den splash!-Machern. Festival-Sprecher Jan Voigtmann war sich von Anfang an sicher, dass Klassik und Hip-Hop hervorragend harmonierten: "Für diese Erkenntnis brauchte ich gar kein Bier!" Jetzt ist vor allem Kapellmeister Steffan Claußner gefragt. Das Musikgenie hört derzeit nur noch harte Beats. Die wandelt er anschließend in klassische Töne um. "Zuerst war es ganz schön kompliziert, die Rhythmen für ein ganzes Orchester umzuschreiben. Inzwischen fasziniert mich diese Aufgabe. Am meisten werden die Musiker an den Schlaginstrumenten gebraucht. Aber auch Streicher und Bläser kommen während des außergewöhnlichen Konzertes oft zum Einsatz." Etwa eine Stunde lang dauert das Konzert. Für das Musikhighlight gibt es Sondereintrittskarten für fünf Euro.

Radio Babylon

Lüdorf Ernst

(lifepr) Görlitz, 21.04.2008 - .
- Die Geschichte
Eine geteilte Grenzstadt irgendwo in Deutschland. Beide Seiten leben mit mehr oder weniger verstecktem Hass nebeneinander her. Hier sendet der Piratenfunk Radio Babylon - ein illegaler Sender, der in der Stadt für Unruhe sorgt. Mit ihrer Musik elektrisiert Radio Babylon in der Nacht die Underdogs ebenso wie jene, die dem anarchischen Treiben des Senders Sympathie entgegenbringen. Und das auf beiden Seiten der Grenze. Radio Babylon wird zu dem Ort, mit dem sich die jungen Menschen von beiden Seiten identifizieren - bis der illegale Sender entdeckt wird ... Radio Babylon - radikal, liberal und illegal.

In den Hauptrollen hochkarätige Darsteller: Sven Prüwer (u.a. "Tanz der Vampire" / Berlin / "Verbotene Liebe") und Sara Fonseca ("Pinkelstadt" / Berlin).

Die Macher
Vier junge Männer: die Komponisten (Lars Friedrich, Markus Konopka), der Autor und der Regisseur, alle etwa ein Alter, realisieren mit dieser Produktion ein regionales Musical - mit hochkarätigen Darstellern.

Peter Hanslik (1977 in Görlitz) arbeitet seit 2003 als Regisseur am Theater Görlitz: u.a. Mozarts "Bastien und Bastienne" als deutsch-polnisches Projekt, das auf Gastspielen sehen war; das überregional erfolgreiche Arbeitslosentheaterprojektes "Hartzreise - zieht euch warm an". Zudem hat er einen Lehrauftrag im Studiengang "Kultur und Managment" an der Hochschule Zittau/Görlitz inne. Gernot Wolfram (1975 in Zittau) arbeitet als Journalist und Autor. Er schrieb für Theater Konzertcollagen und Performance-Stücke sowie Erzählungen und Kurzgeschichten für verschiedene Zeitschriften. Gernot Wolfram publizierte zudem Artikeln und Essays u. a. in der FAZ, Welt, Süddeutschen Zeitung.

Yellow Cap
Die Band Yellow Cap gründete sich 1998 in Görlitz mit dem klaren Ziel, Ska und Reggae zu spielen. Die musikalische Messlatte der Band: Einen Stil zu entwickeln, der die Anziehungskraft dieser Musik unmittelbar auf das Publikum überträgt. Für das Theater Görlitz schreiben Markus Konopka und Lars Friedrich von Yellow Cap die Musik für die Uraufführung des Musicals Radio Babylon.

Die Musik
Im Mittelpunkt der Story steht der Radiosender Babylon und damit natürlich jede Menge Musik. Dort, wo sonst die Neue Lausitzer Philharmonie sitzt und spielt, im Orchestergraben, werden ab Mai die Jungs von Yellow Cap live den Sound von Radio Babylon zum Besten geben "so haben wir von Klassik bis lateinamerikanischer Musik, von Jazz bis Rock in vielen Projekten gearbeitet und haben mit der großen Unterstützung von Steffan Claußner aus Chemnitz und Marc Winkler aus Görlitz ein vielseitiges Werk geschrieben, welches als generationsübergreifend und weltoffen verstanden werden will."

Radio Babylon
Musical von und mit Yellow Cap
Musikalische Leitung: Lars Friedrich, Markus Konopka
Regie: Peter Hanslik
Autor: Wolfram Gernot
Choreografie: Stefan Haufe