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Steffan Claußner
Komponist, Arrangeur, Theatermusiker
Presse

Die Welt tanzt am Abgrund

Das knallt, blitzt, ist schnell und spannend: Torsten Händler zieht für sein vertanztes Agentenspektakel in Zwickau alle Register

Zwickau. Torsten Händlers neues Tanzstück für das Theater Plauen-Zwickau ist ein großer Spaß. Für seine letzte Choreografie in dieser Spielzeit lässt er fast sein gesamtes Ensemble ausgesprochen lustvoll, leidenschaftlich und spielerisch tanzen, und er verblüfft die Zuschauer zudem mit Effekten und überraschenden Arrangements. Das erschien bei der Premiere am Freitagabend auf der Bühne hinterm Vorhang im Gewandhaus Zwickau derart ansteckend, dass es nach dem Happyend kaum einen Zuschauer auf dem Stuhl hielt. Die Tänzer wiederum revanchierten sich gut gelaunt mit Zugaben.

Eine Tanztheater-Adaption der Action-Motive nach Ian Flemings Romanen um den britischen Geheimagenten James Bond hätte sich auch in Imitation und Kitsch verstolpern können. Tat sie aber nicht. Auf der Bühne hinterm Vorhang war an dem Abend vieles anders als bei gewöhnlichen Inszenierungen, das wurde gleich zu Beginn nach dem Verlöschen des Bühnenlichts klar. Die Drehbühne setzte sich samt der Zuschauer in Bewegung. Das mit Scheinwerfern, Aufzügen, Leitern, Technik aller Art vollgestopfte Bühnenhaus gab im schnellen Wechsel die Kulisse für das hautnah offerierte Spektakel ab. Das Publikum blieb stets mittendrin.

Trainiert für jede Lage

Leonie Mohr und Hannes Hartmann hatten die Ausstattung entwickelt. Vor deren Hintergrund begeisterte die Pyrotechnik mit Knalleffekten ebenso wie Musiker Steffan Claußner, der seine eigenwillige Stahlbogenharfe live klingen ließ.

Händler hat seinen besttrainierten Tänzer als Agent Nullnullsechseinhalb ins Zentrum des Spektakels geworfen: Der kraftvolle und überaus elegant wirkende Kojiro Suzuki kann scheinbar länger, höher und weiter als alle anderen auf der Bühne springen. Die Welt war bei ihm in besten Händen. Er machte eine gute Figur ebenso als Solist wie im Pas de deux mit Maki Taketa, der umworbenen Frau im Stück. Seinen Widersacher, den überaus fiesen Doktor X, den Sebastian Uske mit furchteinflößender Wucht verkörperte, servierte Nullnullsechseinhalb nach einer Jagd quer durch das Bühnenhaus, die Leitern rauf und runter, munter ab.

Die übliche Maschine des Bösen stellte im Zwickauer Agentenspektakel ein melodisch piepsendes Tenori-on dar. Das gibt es wirklich. Der Medienkünstler Toshio Iwai hat's erfunden. Seit 2007 ist das programmierbare Instrument, das aussieht wie ein harmloser Tablet-PC, auf dem Markt. Steffan Claußner, der für Händler bereits die Bühnenmusik zum Wende-Stück "Das Haus" und zum Robert-Schumann-Projekt "love.song.letters" entwickelte, hat ein Exemplar im Internet ersteigert, sodass es in Zwickau die tragende Rolle als Weltuntergangsvehikel ausfüllen konnte.

Soundcollage als Glücksfall

Die von Claußner entwickelte Musik, die mit großem Sound, Trompeten und treibenden Rhythmen erfreute, erwies sich als ein Glücksfall. Die Klang- und Soundcollage assoziierte zwar Motive der Filmmusik der James-Bond- Kinoreihe, wirkte aber angenehm eigenständig und erfrischend modern. Dem Vernehmen nach machten die Theaterleute aus der Not eine Tugend, da Aufführungsrechte für den originalen Soundtrack nicht zu bekommen waren.

  

KLANGWERK - NEUE MUSIK
XXV. Konzert
»body and steel«
Steffan Claußner "Up and down" für Stahlbogenharfe mit Live-Elektronik (UA)
Vinko Globokar "?corporel" für einen Schlagzeuger auf seinem Körper
Steffan Claußner "Rebound II" für Stahlbogenharfe und Live-Elektronik (UA)

Der Multiinstrumentalist Steffan Claußner führt mit der von ihm selbst entwickelten Stahlbogenharfe zwei neue Stücke auf, die Ergebnis der Arbeit des Grand Solitaire Orchestre im August 2006 sind. Sie verbinden improvisatorische Momente mitb minimal- Elementen. Vinko Globokar, Improvisator, Instrumentalist und Komponist wie Steffan Claußner, kehrt in seinen Werken die Verbannung des Körpers aus der Musik um. In dessen Werk "?corporel" benutzt Jens Gagelmann in letzter Konsequenz ausschließlich seinen Körper als Ausdrucksmittel und Klangquelle. Ausführende : Steffan Claußner - Stahlbogenharfe, Jens Gagelmann - Schlagzeug

Die Reihe Klangwerk - Neue Musik wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Kulturamt der Stadt Chemnitz

www.klangwerk-chemnitz.de

Der Instrumenten-Erfinder - Freie Presse

 

Der Chemnitzer Musiker Steffan Claußner mit seiner selbst gebauten Stahlbogenharfe.

Der Instrumenten-Erfinder

Die Musik bestimmt das Leben von Steffan Claußner - im Beruf als Komponist und Schauspielkapellmeister ohnehin. Aber auch in der Freizeit geht es nicht ohne den guten Ton: Dann entwickelt er neue Klänge.

Erst kommt das Was, dann das Wie. Nach dieser Methode geht Steffan Claußner seit Beginn seiner musikalischen Karriere vor. Zunächst muss er wissen, welches Stück er künstlerisch umsetzen soll. Dann überlegt er, mit welchen Mitteln er das am besten schafft. Vor 60 Jahren in Kemtau geboren, ist der Komponist und freischaffende Schauspielkapellmeister seit den 1970er- Jahren in Sachsens Kulturszene unterwegs.

Dabei schlägt er sehr kreative Wege ein und erfindet Instrumente, die maßgeschneidert auf ein bestimmtes Projekt passen - stets begeistert von der Vielfalt der Musik und auf der Suche nach neuen Klängen. So entstanden als erstes selbsterdachtes Instrument die "langen Stahlseile", die mehrreihig nebeneinander durch einen möglichst großen Raum gespannt wurden. Später bekamen sie den Namen "Longstrings". Kreiert hat Claußner dieses Instrument für das Stück "Effi Briest". Zum Einsatz kam es in der Szene, in der die langen Vorhänge des Nachts vor Effis Fenster tanzen, beschreibt der Erfinder. Ebenfalls auf der Suche nach neuen Tönen war Steffan Claußner für das Stück "Hexenjagd" von Arthur Miller. "Wir brauchten einen Sound, der zugleich dynamisch und mystisch ist", sagt er und zeigt in eine Ecke seines Proberaumes in der Erzbergerstraße. Da steht die Stahlbogenharfe, die für diesen unheimlichen Klang sorgt. Beides - "Effi Briest" und "Hexenjagd" - kam in Chemnitz auf die Theater-Bühne. Für die Umsetzung seiner Ideen bekommt er Unterstützung von Instrumentenbauern. Nicht immer klappt ein solches Vorhaben auf Anhieb, sagt er. Oft müsse die Konstruktion überarbeitet oder Einstellungen verfeinert werden.

Ballettstücken und anderen Bühnenstücken. In Chemnitz zum Beispiel leitete er die Band, die in der sehr erfolgreichen Johnny- Cash-Hommage "Ring Of Fire" gespielt hat. Auch im Ballettstück "Nosferatu", das im Januar am Zwickauer Theater Premiere hat, ist er für die Bühnenmusik verantwortlich. Durch neue Klänge erhalte eine Aufführung eine neue Ausstrahlung, so der Künstler. Das Thema eines Bühnenwerkes ist für ihn das Wichtigste, um ein Instrument zu kreieren. "Jede Erfindung ist Stück- bezogen."

Die Suche nach neuen Tönen habe jedoch auch ihre Grenzen. Es reizt den Musiker nicht, ein Werk einfach nachzuspielen. "Jedes neue Instrument erfordert eine neue Spieltechnik. Warum sollte ich also Mozart auf meinen Instrumenten spielen?" Was Claußner allerdings sehr interessant findet, ist, den Klang eines Instruments zu verändern, um auch dabei etwas Neues entstehen zu lassen. Beispiel: Die Saiten seines Klaviers präpariert er mit Wäscheklammern. Jeder Tastendruck erzeugt nun einen mehrfach klingenden Ton. Dann streicht und zupft er die Saiten mit den Fingern. "Man kann auch Sachen reinlegen", sagt er.

Steffan Claußner ist mit seinem kreativen Latein lange nicht am Ende. Ideen habe er noch viele. Ein großer Wunsch wäre die Kreation eines Instrumentariums. "Am besten mit mehreren Leuten, die selbst auch Instrumente entwickeln", sagt er. "Allerdings ist das immer auch eine Zeitfrage." (mit dy)

 
erschienen am 31.07.2014 ( Von Christina Werner )
  

MUSIKTHEATER: »Orpheus und Eurydike« - Maximilian von Grünfeldt- deropernfreund.de

Gluck mit Grusel, Gänsehaut und viel Gefühl

Open Air-Opern gibt es oft, aber auf einem Friedhof nur in Görlitz!
Glucks »Orpheus und Eurydike« als Opern- Spektakel, aber in total neuem Gewand, denn die Musik kommt von einer 5- köpfigen Band, die mit einer wilden Mixtur aus Klassik, Rock, Pop und Gothic den ehrwürdigen Nikolaifriedhof zum Beben bringt. Arrangiert hat das mit großem Können Steffan Claußner, ohne die wundervolle Musik von Gluck zu beschädigen.
2004/2005
  
Der Mann mit der Stahlbogenharfe

Theater Komponist Steffan Claußner schuf die Musik für Torsten Händlers Ballett "Nosferatu"

Seine ersten Kompositionen schrieb Steffan Calußner bereits als Schüler. Der in Chemnitz lebende Komponist, Arrangeur und Theatermusiker ist den Zwickauern vor allem durch seine Ballett-Kompositionen bekannt, die er für die Tanztheater-Uraufführungen von Torsten Händler schuf. Er müsse zuerst wissen, welches Stück er künstlerisch umsetzen muss, sagt Claußner. Dann überlege er, welche Instrumente sich dafür am besten eignen könnten.

Und wenn er keine passenden findet, dann erfindet er eben welche - so wie seine Stahlbogenharfe. "Ich habe sie für die Chemnitzer Inszenierung von Arthur Millers Hexenjagd entwickelt, weil wir einen Sound gebraucht haben, der zugleich dynamisch und mystisch ist", sagt der 60-Jährige. Zur Matinee am Sonntag präsentierte er das Instrument auf der Bühne des Zwickauer Gewandhauses.

Mit Cellobogen aber auch mit einem profanen Schraubendreher erzeugte Claußner auf seiner Stahlbogenharfe durchdringend-faszinierende Klänge, die er für das Tanzstück "Nosferatu" schrieb, zu dem sich Torsten Händler vom gleichnamigen Stummfilm aus dem Jahr 1922 inspirieren ließ. Zur Premiere am Freitag spielte Claußner im Orchestergraben und erzeugte allein eine ganz Klangwelt, die perfekt zur schaurig-faszinierenden Vampir-Dreiecks-Liebesgeschichte der mystischen Handlung passt.

 erschienen am 25.04.2015 (lut)

Fünfkistenoper

Eine Wandeloper für Klein und Groß von Sabine Sterken und Martin Rupprecht; Musik aus 5 Jahrhunderten, arrangiert und komponiert von Steffan Claußner

Johann glaubt, sein Herz wäre zu Stein erstarrt und er braucht dringend Hilfe. Für Herzensangelegenheiten aller Art ist das Opernhaus ein guter Ort, sagt man ihm. Kaum eingetreten, gerät Johann auf eine abenteuerliche Spurensuche voller Musik, Prüfungen und geheimnisvollen Kisten. Wie von Zauberhand öffnet sich eine nach der anderen und entpuppt sich als Bühne für eine ganze Opernepoche. Johann und seine kleinen Zuhörer werden von rätselhaften Figuren in ihr Spiel einbezogen, kommen so ganz spielerisch mit Höhepunkten und Handlungselementen aus bekannten und unbekannten Opern in Berührung: Ob Monteverdis „Orfeo“, Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und „Zauberflöte“, Rossinis „Barbier von Sevilla“, Webers „Freischütz“ oder Wagners „Fliegender Holländer“ und „Tannhäuser“, eines ist allen gleich: Gefühl wird hier ganz großgeschrieben. Wohl und Wehe dem, der sich in ihre zumeist amourösen Verwicklungen verstrickt, und da ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Johanns Herz sich wieder zu regen beginnt. Nach rund einer Stunde vollendet sich das „Abenteuer Oper“, aber wie? Das wird nicht verraten!